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In der blauen Dämmerstunde sind Dir die Hände in den Schoß gesunken,

Beugst das Haupt zurück und lächelst lind, wie von einer innern Freude trunken.

Meine Augen nehmen still das Bild, legen tief es in den Grund der Seele,

Dass es noch in späten Tagen mild von der schönen alten Zeit erzähle.

 

Ein Gedicht von Ernst Goll

Die Farben

Die Farben all Zusammen, die stritten um ihr Recht,

Denn herrschen wollte jede und keine werden Knecht.

Da kam ein großer Meister, — fragt nur, wo solche sind?

Der goß in einen Hafen die Farben jetzt geschwind.

Besudelt war des Purpurs erhab’ne Kaiserpracht,

Doch höhnisch hat vor andern das Schwarz dabei gelacht.

Das Gelb, das Blau verloren, ein niedres Grau gewann.

Und dieser Maler ist euch ein hochgeehrter Mann.

Ein Gedicht von Adolf Pichler.

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Mein Name ist Herbert Mludek, ich bin verantwortlich für diese Webseiten.

 

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Ich steh‘ am Felsenrande,

Schau‘ träumend in die Nacht;

Still‘ ist’s am Meeresstrande,

Da hält der Mond nur Wacht!

 

Die Wogen spiegeln wieder

Die sanfte, volle Glut!

Leis taucht die Wolke nieder

Tief in die stille Flut.

 

Ich stand am Felsenrande,

Als wild der Sturm sich hob,

Als Wog‘ auf Wog‘ am Strande

Gleich wilder Meute schnob.

 

Jetzt sehn‘ ich mich im Frieden

Nach jenem Sturm zurück!

So schwer trägt sich hienieden

Ein friedlich stilles Glück!

 

Ein Gedicht von Rudolf von Gottschall