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Ich steh‘ am Felsenrande,

Schau‘ träumend in die Nacht;

Still‘ ist’s am Meeresstrande,

Da hält der Mond nur Wacht!

 

Die Wogen spiegeln wieder

Die sanfte, volle Glut!

Leis taucht die Wolke nieder

Tief in die stille Flut.

 

Ich stand am Felsenrande,

Als wild der Sturm sich hob,

Als Wog‘ auf Wog‘ am Strande

Gleich wilder Meute schnob.

 

Jetzt sehn‘ ich mich im Frieden

Nach jenem Sturm zurück!

So schwer trägt sich hienieden

Ein friedlich stilles Glück!

 

Ein Gedicht von Rudolf von Gottschall